Markus Nagler

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Paris, Aug 2011

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Kultur:

  • Musee d’Orsay und Centre Pompidou vermeiden, wenn man nicht auf die dort ausgestellte Kunst steht. Viel zu viele Touris. Musee d’Orsay ist besonders schlimm. Andererseits haben sie da Vallottons „Le ballon“ (aktuell aber nicht zu sehen) http://deyoung.famsf.org/f-lix-vallotton-ball
  • Musee Gustave Moreau kann man besser durch die Villa Stuck in München abdecken. außerdem haben die als Exotenmuseum beschränktere Öffnungszeiten (Ich kam erst beim dritten Anlauf rein).
  • Musee Rodin, Musee d’Orangerie und Musee d’art moderne de ville de Paris (MAM) kann ich bedenkenlos empfehlen. Alle drei sind nicht zu überlaufen.
  • Musee Rodin und Musee d’Orangerie sind klein/stressfrei und in 1.5 Stunden zu machen.
  • Im Musee Rodin kann man auch nur den Garten mit den wichtigsten Großskulpturen wählen (1€). Perfekt bei unterschiedlich starker Kunstbegeisterung.
    Sie schließen allerdings schon um 17.40 und zwar sehr energisch. Ich durfte gerade eben so noch zwei Kunstbücher kaufen. … Andererseits sah man mir vermutlich an, dass ich nicht im Begriff war, 6000€ für einen Bronzeguss des Denkers hinzublättern.
  • Neben dem MAM werden im Palais de Tokyo noch ganz aktuelle Sachen ausgestellt. Die Dauerausstellung im MAM ist umsonst. Die Salate sind, anders als der Reiseführer behauptet, nur Mittelmaß.

Sport/Schwimmen:

  • Piscine des Amiraux war architektonisch ein Traum, sauber und nicht überfüllt. Piscine Drigny war der pure Horror, ich bin eine Bahn geschwommen und dann wieder raus: Überfüllt (145 Gäste im 25×12 Meter Becken), nur vier Toiletten, drei ohne Klopapier, Haarbüschel und Dreck auf dem Boden der insgesamt 5 Umkleidekabinen.
  • Man zieht in Paris (Frankreich?) im Eingangsbereich die Schuhe aus, läuft dann zur Kabine etc. Vor allem beim Rausgehen vergisst man das gern.
  • Man braucht unbedingt eine Badehaube, auch wenn man wenig Haare hat.
  • Es gibt unter Umständen keine Schließfächer: Man zieht die Tür der Umkleidekabine hinter sich zu und wenn man gehen möchte lässt man sich vom Bademeister wieder aufsperren. Heißt, man stellt sich entspannt vor die Tür seiner Wahl und der Bademeister kommt dann ebenso entspannt früher oder später vorbei. Nichts für Ungeduldige.
  • Die Duschen sind nicht geschlechtergetrennt. Man zieht sich also nicht vollständig aus, um sich zu waschen!!!
  • Es war ein Heidenspass, das obige herauszufinden, ohne Französisch zu sprechen. In den Schwimmbädern der Peripherie ist man ja auch nicht unbedingt auf Touristen eingestellt.

Essen:

  • Paris hat fürs Essen Mondpreise und ich bin in Großstädten immer unfähig, mir was Gutes zu suchen. (Auf dem Land geht das, da nimmt man einfach ein Lokal, das Gäste hat und nicht schäbig aussieht.) Dementsprechend ist Selbstversorgung mit Baguette, Salami und lecker Käse aus dem Supermarkt eine echte Alternative. (Bin ich aber auch erst am letzten Tag drauf gekommen.)
  • Vegetarisch ist schwer zu bekommen und vor allem muss man aufpassen, nicht das Thunfischsandwich zu erwischen: Das liegt da, neben dem Schinkensandwich und dem Käsesandwich, wo bei uns das vegetarische liegt. Ist vielleicht leichter, wenn man die Sprache spricht. Aber hierzulande ist das Sandwich, aus dem nur Ei und Tomate rausschauen das vegetarische, Thunfisch gibt’s meistens nicht. In Paris haben sie meist zwei Thunfischvarianten im Angebot.
  • Die günstigsten Sandwiches hab ich unmittelbar nördlich des Centre Pompidou gegessen. Go figure.
  • Falafel ist auch ganz schwierig. Man wundert sich, wozu die ihre Kolonien hatten, und was die ehemaligen Algerier und Marokkaner den ganzen Tag so machen.  Döner gibt’s an jeder Ecke, Pizza auch fast. Immerhin, im jüdischen Viertel Marais, in der Rue de Rosiers gibt’s Falafel, allerdings für 5€ das Stück und auch nicht schmackhafter als in der Heugasse in Heidelberg.

Written by markusnagler

September 2, 2011 at 9:44 am

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